Sharing Economy: VDR steht EU-Leitlinien positiv gegenüber

Der Verband Deutsches Reisemanagement VDR steht den von der Europäischen Kommission für Sharing-Economy-Angebote formulierten Leitlinien grundsätzlich positiv gegenüber. Gleichzeitig  fordert er aber die weitere Ausgestaltung im Sinne der Geschäftsreisenden. „Dieses Marktsegment wächst trotz aller lokalen Verbote und Beschränkungen und wird auch für Geschäftsreisende immer interessanter“, kommentierte VDR-Präsident Dirk Gerdom, der darauf hinwies, dass Business Traveller von der angestrebten europaweiten Standardisierung profitieren könnten, wenn ihre Belange hinreichend berücksichtigt würden. Dazu gehört nach Ansicht des VDR auch, dass Vermittlungsplattformen obligatorisch darüber informieren sollen, ob es sich um private oder gewerbliche Anbieter handelt. „Da Privatpersonen zum Beispiel die Gewährleistungsrechte ihrer Kunden einschränken dürfen, müssen Geschäftsreisende auf einen Blick erkennen können, mit wem sie es zu tun haben, und über ihre Rechte aufgeklärt werden. Zudem schütze ein solche Regelung die Unternehmen vor Geschäften mit Anbietern, die jenseits der Steuergesetzgebung agieren“, heißt es beim VDR.

Gleichzeitig plädiert der Verband aber auch dafür, die Vorschriften für traditionelle gewerbsmäßige Anbieter auf Sinn und Verhältnismäßigkeit zu prüfen. Dirk Gerdom: „Vertreter neuer Geschäftsmodelle und traditionelle Anbieter sollten nicht grundlegend unterschiedlich behandelt werden. Auch das trägt zur Vereinheitlichung der Produkte und Dienstleistungen bei und damit zur Akzeptanz durch das stark an Prozessen und Sicherheit orientierte Travel Management.“