ITB Berlin 2017: Billiger nicht wirklich clever

Zweihundert Sessions, vierhundert Referenten, 28.000 registrierte Besucher: Der ITB Berlin Kongress hat wieder spannende Akzente gesetzt und fruchtbare Denkanstöße in die Branche getragen. Der weit gespannte Themenbogen hatte daran entscheidenden Anteil. Übergreifende Themen wie aktuelle geopolitische Krisen, die künftige Rolle künstlicher Intelligenz oder Trendanalysen hatten hier ebenso Raum wie die Details des operativen Tagesgeschäfts, die im Rahmen des ITB Business Travel Corporate Day zur Sprache kamen.

Hier standen vor allem anwendungsorientierte Vorträge zu aktuellen Entwicklungen im Travel Management, aber auch Ratschläge zum Hoteleinkauf oder Handlungsempfehlungen für die sinnvolle Auswahl und Verwendung von Leistungsindikatoren und Kennziffern auf der Tagesordnung.

Für ergebnisorientierte Reiseverantwortliche war das Podiumsgespräch zum Thema „Clever Reisekosten senken“  sicherlich eine der aufschlussreichsten Veranstaltungen. Wer ihr folgte, konnte die fruchtbare Erkenntnis mit nach Hause nehmen, dass der niedrigste Preis meistens nicht der beste ist, weil eben auch im Travel Management das Ganze größer ist als die Summe seiner Teile: „Noch immer schauen Firmen bei Flugtickets oder Hotelnächten viel zu oft nur auf den niedrigsten Preis. Dabei verlieren sie aber aus den Augen, dass Taxifahrten zum Hotel oder lange Umsteigzeiten bei Flügen die Gesamtkosten einer Reise unnötig in die Höhe treiben“, brachte Christoph Führer, Managing Director FCM Travel Solutions, die Sache im Gespräch mit BizTravel-Chefredakteur Oliver Graue auf den Punkt.