Hotellerie vs. Airbnb: Kampf mit harten Bandagen

Die Botschaft kommt zwar zwischen den Zeilen, aber trotzdem mit dem Vorschlaghammer: „Who is in your Building? Airbnb won’t say“, behauptet die Hotel Association of New York City in ihrem neuen Werbespot – und bezieht sich dabei explizit auf den Selbstmordattentäter von Manchester, der das Attentat auf das Konzert von Ariana Grande in einer Unterkunft vorbereitet hatte, die er für einen kurzen Zeitraum von einem Vermittler angemietet hatte.
Die Replik von Airbnb ließ nicht lange auf sich warten. Das Unternehmen verurteilte den Spot als Panikmache und wies darauf hin, dass große Hotels in der Vergangenheit immer wieder Personen beherbergt hätten, die in terroristische Aktivitäten verwickelt gewesen seien. „Tatsache ist, dass Airbnb nicht nur nichts mit den tragischen Ereignissen in Manchester zu tun hat. Es ist auch eines der wenigen Unternehmen in der Hospitality-Branche, das überprüft, ob Gastgeber oder Gäste in den USA schon einmal polizeilich aufgefallen sind“, sagte Unternehmenssprecher Peter Schottenfels. Statt verabscheuungswürdige und zynische Kampagnen zu finanzieren, sollten die Hotelbetreiber lieber erklären, warum sie diese Sicherheitsmaßnahmen bisher nicht ergriffen hätten.
Ob die Hotelbetreiber dieser Aufforderung nachkommen, bleibt angesichts der harten Konkurrenz zwischen dem Newcomer und der etablierten Hotellerie abzuwarten. Fakt ist hingegen, dass sich Airbnb auf weitere Attacken gefasst machen kann. Wie die New York Times berichtet, bereitet die American Hotel and Lodging Association schon die nächste Kampagne mit Testimonials vor. Internen Dokumenten zufolge sollen Wohnungsanbieter darin zur Sprache bringen, wie oft sie durch das Sharing schon zu Schaden gekommen seien.