Trotz Digitalisierung: Geschäftsreisen bleiben unerlässlich

Einer Untersuchung des Deutschen ReiseVerband (DRV) zufolge ist der Aufbau von Netzwerken der wichtigste Grund für Geschäftsreisen: In der Studie "Chefsache Business Travel 2016" gaben 65 Prozent der befragten Manager an, Reisen seien dafür unerlässlich. Darüber hinaus betonten sie, dass man durch Reisen seine Geschäftspartner besser kennenlerne und deshalb eher Geschäftsabschlüsse zustande kämen.

Genau das sind wohl auch die wesentlichen Gründe dafür, dass die Wertschätzung von Geschäftsreisen im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen ist, obwohl mobile Endgeräte, Videokonferenzen, Sharing-Plattformen und Messenger-Dienste die ortsunabhängige Kooperation mit Geschäftspartnern zunehmend erleichtern: Persönliche Treffen, so das Resultat der Studie, würden die Abschlussbereitschaft um durchschnittlich 46 Prozent erhöhen. In der Vorjahresstudie lag dieser Wert noch bei 41 Prozent. „Der Wert persönlicher Begegnungen bleibt ungebrochen und ist in der Wahrnehmung der befragten Fach- und Führungskräfte sogar noch gestiegen", zieht Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV, Bilanz. Andreas Schneider, Vice President Sales, Account Management und Consulting Services, ist nicht überrascht. „Die Digitalisierung macht es zwar immer leichter, sich miteinander zu vernetzen. Aber solange der persönliche Kontakt fehlt, sind selbst die besten Lösungen auf Dauer nur zweite Wahl.“

Die Studie "Chefsache Business Travel 2016" wurde im Auftrag des Deutschen ReiseVerbands (DRV) durchgeführt. 110 Geschäftsführer, die selbst regelmäßig auf Geschäftsreisen sind, sowie 110 geschäftsreisende Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen ab 250 Mitarbeitern wurden dafür zum Thema Geschäftsreisen befragt.