DRV-Umfrage: Ermutigende Ergebnisse zum Kinderschutz

Ist Ihnen der Verhaltenskodex zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus bekannt? Ist die soziale Verantwortung im Sinne von Menschenrechten und Kinderschutz im Leitbild Ihres Unternehmens verankert? Kennen Sie die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net, auf der Sie anonym oder offen Hinweise und Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch von Kindern melden können?

Das sind nur drei von vielen Fragen, die der Deutsche Reiseverband DRV seinen Mitgliedern bei der jüngsten Befragung zum Thema Kinderschutz gestellt hat. Das Ergebnis ist Ermutigung und Ansporn zugleich: Rund zwei Drittel der Umfrageteilnehmer kennen den Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus (Kinderschutzkodex). Etwa die Hälfte hat die soziale Verantwortung im Sinne von Menschenrechten und Kinderschutz im Leitbild ihres Unternehmens verankert und 55 Prozent der Umfrageteilnehmer kennen die Meldeplattform bereits. „Der Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus hat innerhalb der Branche große Bedeutung“, kommentierte DRV-Präsident Norbert Fiebig die Ergebnisse der Befragung.

Gleichwohl bleibt noch viel zu tun. Denn obwohl in der Sensibilisierung und Schulung von Mitarbeitern in den Branchenunternehmen großes Potenzial liegt, machen dies zur Zeit nur etwa 35 Prozent der befragten Unternehmen. Nicht viel höher ist der Anteil derer, die in Reiseapps, Newslettern, Kundenmagazinen oder anderen Medien auf die Meldeplattform www.nicht-wegsehen.net hinweisen. Erklärtes Ziel sei es, die Plattform noch bekannter zu machen, heißt es deshalb beim DRV.

Das wünscht sich auch Quality Manager Kirsten Cibis, die bei FCM Travel Solutions für die Umsetzung aller Maßnahmen verantwortlich ist, zu denen sich das Unternehmen 2011 mit dem Beitritt zur Kinderschutzkodex „The Code“ verpflichtet hat: Dass Flyer, mit dem FCM seine Kunden über mögliche Instrumente für den Kinderschutz informiert, auch auf www.nicht-wegsehen.net hinweist, ist für sie deshalb eine Selbstverständlichkeit.