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Wirtschaftspionage: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

May 15, 2015

Gut die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen zwei Jahren Opfer von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden; 17 Prozent von ihnen mussten den Diebstahl sensibler Daten hinnehmen. Das hat die jüngst veröffentlichte repräsentative Studie des Digitalverbands BITKOM ergeben, für die Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche von 1.074 Unternehmen befragt wurden. „Digitale Angriffe sind eine reale Gefahr für Unternehmen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf bei der Vorstellung der Studie in Berlin. „Viele Unternehmen schützen ihre materiellen und immateriellen Werte nicht ausreichend. Gerade der Mittelstand muss beim Thema Sicherheit nachlegen.“ Das gilt nicht zuletzt auch für den Schutz sensibler Daten auf Geschäftsreisen. Im ICE reicht oft ein kurzer Blick auf das Display des Vordermanns, um interne Informationen zu Gesicht zu bekommen. In öffentlichen WLAN-Netzen können Datendiebe leichte Beute machen – und auch Grenzbeamte sind längst nicht in allen Länder über jeden Zweifel erhaben. Kein Wunder also, dass Verfassungsschutz und Sicherheitsexperten hierzulande unisono davor warnen, leichtfertig Risiken einzugehen, die sich mit etwas Aufwand leicht umgehen ließen. „Die Abwehr von Wirtschafts- und Konkurrenzspionage ist immer schwieriger geworden“, heißt es dazu in einem Papier des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. Das alte Motto „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ scheint aber auch im digitalen Zeitalter nicht an Bedeutung verloren zu haben. Die Schlapphüte jedenfalls nennen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Abwehr „Sensibilität für das steigende Risiko 'unfreundlicher' Informationsabflüsse, Kenntnisse über die Methoden und Ziele fremder Nachrichtendienste sowie die Einsicht für die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und deren konsequente Anwendung“

 

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